Armut in Österreich

Written by on 21. Mai 2019

Auch in Österreich, einem der reichsten Länder der Welt, leben Menschen in Armut. Ein Arbeitsplatz schützt nicht. 17,5 Prozent der Bevölkerung hat derzeit ein zu geringes Einkommen und lebt in unsicheren Verhältnissen. Anita Sanka hat im Rahmen der Armutskonferenz mit Betroffenen und Experten gesprochen.

2018 waren 1.512.000 in Österreich lebende Menschen armuts- oder ausgrenzungsgefährdet. Insbesondere Langzeitarbeitslose, Alleinerziehende und Personen mit Migrationshintergrund oder mangelnder Bildung kämpfen im Alltag, um über die Runden zu kommen. Gabriele Frisch, erzählt über die finanziellen Schwierigkeiten durch eingeschränkte Erwerbs- bzw. Betreuungsmöglichkeiten bei Kinder-Erziehung und Altenpflege. Unerwartete Ereignisse wie Krankheit, Jobverlust oder Trennung vom Partner, können ebenfalls schnell in die Armut führen. Stefan Loibl, ein ehemaliger Sozialarbeiter, schildert den Perspektiv-Wechsel eines Sozialarbeiters, der auf Grund einer Krankheit, seinen Job verloren hat. Christine Sallinger von der Plattform „Sichtbar Werden“, spricht über die Anonymität der Stadt, jenseits der Obdachlosen auf den Straßen und die weniger sichtbare Armut am Land.

Laut EU-SILC-Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen in den EU-Mitgliedsstaaten, liegt Österreich zwar statistisch gesehen im europäischen Durchschnitt. Trotzdem ist die Politik aufgefordert zu handeln und Maßnahmen zu setzen, um Menschen in belastenden Lebenssituationen zu unterstützen. Politikwissenschaftlerin Manuela Wade beleuchtet die Sozialen Rechte und die Mitbestimmung in  einer Demokratie.

 

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