Blogging Boom vs. Marketing

Written by on 27. November 2017

Blogger sind in aller Munde. Mit ihren Blogs und Social-Media-Kanälen begeistern sie Millionen Menschen. Journalisten fühlen sich von einigen Bloggern, die auch als Influencer agieren, bedroht. Juliane Egger und Ambra Schuster haben in beide Berufsfelder reingeschaut.

Es ist in, es ist hip: bloggen. Das neue Berufsfeld gewann in den vergangenen Jahren rasant an Bedeutung und wird von Tag zu Tag wichtiger. Hinter diesen „Superstars des Webs“ stecken normale Menschen, die mit ihren regelmäßigen Posts auf ihren Blogs mittlerweile Geld verdienen. Blogger haben es geschafft sich eine gewisse Reichweite und Anzahl an Followern über die Jahre aufzubauen und sind mittlerweile sehr interessant für Marketingfirmen. Immer öfter fällt der Begriff Influencer, auf Deutsch Beeinflusser. Diese Bezeichnung symbolisiert die Macht von Bloggern, die aufgrund ihrer starken Online-Präsenz vermehrt für Produktplatzierungen in Frage kommen. Firmen nutzen ihre Chance durch Kooperationen mit Bloggern relativ billig an ihre Zielgruppe zu kommen.

 

 

 

Transparenz wird missachtet

Das wesentliche Problem an dieser neuen Art der Werbung ist die Transparenz. Auf diese wird oftmals nicht viel Wert gelegt, was zu Missverständnissen führt. Obwohl es im österreichischen Mediengesetz definiert ist, dass es zu einer eindeutigen Kennzeichnung bei Werbung kommen muss, nehmen einige Blogger dieses Gesetz nicht immer so genau. In Deutschland kam es vor kurzem zu gesetzlichen Maßnahmen für nicht ausgeschilderte Werbung.

Zwei kollidierende Berufsfelder

Das trifft bei eingesessenen Journalisten auf einen wunden Punkt. Einige Journalisten wollen nicht mit Bloggern in einen Topf geworfen werden. Neben privaten Bloggern gibt’s auch solche, die mit ihren Blogs Geld verdienen. „Blogger sind Ich-AGs, […] quasi ein öffentliches Tagebuch, meistens powered by diversen Marken und Unternehmen. Aber hat einfach überhaupt nichts mit Journalismus zu tun“, meint Barbara Toth von der Wochenzeitung Falter. Doch nicht nur Blogger bewerben Produkte durch Umschreibung in einem Blog-Post. Auch im Journalismus werden redaktionelle Beiträge durch Native Advertising und Advertorials mit Werbung vermischt. Meist können Leser redaktionelle Inhalte von Werbung nicht unterscheiden. Es scheint als hätten die beiden Berufsgruppen zumindest in der Hinsicht versteckte Werbung zu machen etwas gemeinsam.

 

Hier könnt ihr die Beiträge von unserer Sendung „Influencer Marketing und Blogging“ am 27.11.2017 nachhören:

Beitrag „Das Leben als Blogger“ von Ambra Schuster:

Beitrag „Blogger vs. Journalisten“ von Juliane Egger:

 

Studiogespräch mit Journalist und Blogger Stefan Kappacher:


 

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Links:

Fotos: © Juliane Egger © Judith Graf © Carola Pojer © pexels.com


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