Tonwerkstatt

Published on Januar 9th, 2017 | by NJOY Redaktion

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Hilfe global

Die vielzitierte Nächstenliebe erfährt gerade zu Weihnachten ein Comeback. Zur Adventzeit sind Menschen eher bereit zu spenden oder sich sozial zu engagieren. Wir haben uns umgehört, was in der übrigen Zeit des Jahres passiert. „Volunteering“ unter Studierenden ist hip, aber auch Staaten müssen Entwicklungszusammenarbeit leisten.

Viele junge Menschen entscheiden sich nach der Matura im Ausland freiwillig zu arbeiten. Im Mittelpunkt steht dabei, neue Erfahrungen zu sammeln, Länder zu bereisen und dabei etwas Gutes zu tun. Meistens werden Länder des globalen Südens, wie Südamerika oder Afrika, besucht. Meistens sind die jungen Leute aber nicht – oder nur sehr wenig – in dem Bereich ausgebildet, in dem sie helfen wollen. Wie sinnvoll ist diese Hilfe dann eigentlich? Und was genau bedeutet das für die Gesellschaft, in die sie kommen? Petra Dannecker, Soziologin am Institut für Internationale Entwicklung, setzt sich kritisch mit dem Thema auseinander und unterstreicht dabei die positiven, als auch negativen Aspekte. Vor allem Organisationen, die daraus Profit schlagen, sind für sie problematisch. Nina, Studentin aus Wien, war selbst nach der Matura mit einer Organisation im Ausland und hat über ihren Aufenthalt reflektiert. Julia Kmetovics hat sich mit ihnen unterhalten, um mehr über die Hintergründe herauszufinden.

Nicht nur durch Freiwilligenarbeit wird versucht, Ländern des globalen Südens zu helfen. Verschiedene Organisationen leisten Entwicklungszusammenarbeit. Beim Wort Entwicklungszusammenarbeit haben die meisten Menschen ein eurozentristisches Bild im Kopf. Das reiche europäische Land hilft den armen unterentwickelten Menschen. Sie bauen eine Schule und alle sind glücklich. Aber Entwicklungszusammenarbeit darf nicht einseitig gesehen werden. Hier geht es vor allem um die Kooperation von gleichwertigen Partnern. Die Austrian Development Agency wird vom Staat Österreich finanziert. Diana Köhler hat den Versuch unternommen, die Arbeit in einen Kontext zu setzen.

Foto: © WikiImages

Diana Köhler

Julia Kmetovics


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