Die Ruhe im Kopf schaffen

Written by on 14. Mai 2019

„Afya“ bedeutet Gesundheit und Wohlbefinden auf Arabisch und Suaheli. So heißt auch der Wiener Verein für interkulturelle Gesundheitsförderung. Seit 2017 bietet AFYA Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund ein Programm zur Förderung der psychischen Gesundheit. Im März hat das AFYA-Jahrestreffen stattgefunden. Maëlle Nausner berichtet.

Abdulla Mohammad, Gesundheitstrainer bei AFYA, erläutert die Schwierigkeiten von geflüchteten Menschen bei der Ankunft in einem fremden Land. Traumafolgen wie Stress und Angst erschweren den Alltag. Bei Kindern sind vor allem Albträume ein Hindernis für  den schulischen Erfolg. Was AFYA bietet, ist keine Psychotherapie im klassischen Sinne, sondern eine Vorstufe von Psychotherapie in Form von Workshops. Vermittelt werden Methoden zur Trauma-Bewältigung. Dabei kommen auch kulturelle Aspekte nicht zu kurz, denn die Workshops werden stets in den jeweiligen Muttersprachen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen gehalten.

Ziel ist es, die Menschen möglichst in ihrer eigenen Lebenswelt abzuholen. Die Workshops werden meist in Schulen oder anderen Bildungseinrichtungen durchgeführt. Der Verein richtet sich nicht nur an Kinder, sondern auch an Erwachsene. Egal ob junge Männer mitten im Asylverfahren, oder Frauen, die sich auf den österreichischen Arbeitsmarkt vorbereiten. Sabine Kampmüller, Gründerin und Geschäftsführende Obfrau, freut sich über die positiven Rückmeldungen zu den Workshops. Sie bringt AFYAs Tätigkeit mit dem Zitat eines geflüchteten Jugendlichen auf den Punkt: die Ruhe im Kopf zu schaffen.

 

 

Foto: © Andrea Zehetner


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