„Die Terrorgefahr wird wachsen“

Written by on 6. Februar 2017

„Wir erleben einen Zeitpunkt maximaler Verunsicherung“ sagte Wolfgang Ischinger, Gastgeber der heurigen Münchener Sicherheitskonferenz. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die neue Regierung von US-Präsident Trump. Die Konferenz wies viele Themen auf, die es in sich haben: vom Syrienkrieg über den Konflikt in der Ukraine bis zu den Spannungen mit Russland. – Das Gefühl der Verunsicherung aufgrund der politischen und gesellschaftlichen Turbulenzen – wie etwa durch den jüngsten Angriff eines mit einem Messer bewaffneten Mannes auf einen Supermarkt in Hamburg, bei dem ein Mensch ums Leben kam – erleben indes aktuell viele Menschen. Franz Wulz ist Geschäftsführer der Firma „Campus Securities“, die u. a. Personenschutz anbietet. Wie er die künftige Sicherheitslage einschätzt, was es mit „Security Nannies“ auf sich hat und was ihn an manchen Krimiserien ärgert.

Dass die Terrorgefahr weiter „wachsen wird“, steht für Franz Wulz fest, davor dürfe man die Augen nicht verschließen. „In Österreich ist mittlerweile eine tiefsitzende Verunsicherung da. Das Grundmanifest des Sicherheitsgefühls, durch diese Flüchtlingskrise, an dem wurde gerüttelt“, so der Unternehmer. Aber: „Wir sehen, dass Österreich Anlass zur Vorsicht hat, aber keinen Anlass zur Panik.“ Wulz‘ Wiener Firma bietet u. a. Personenschutz für Kinder von KundInnen an, die eine spezielle Sicherheit für ihren Nachwuchs gewährleistet haben möchten. Den Kindern werden „Security Nannies“ (Mitarbeiterinnen, die speziell ausgebildet werden) so vorgestellt, dass sie die „Beschützerin“ nicht als Sicherheitskraft, sondern eben als „Nanny“ wahrnehmen, erklärt Wulz.

Ob die Firma bereits an einer Security App arbeitet und wie es mit geschäftlichen Aktivitäten auf dem großen Markt Deutschland aussieht, verrät Franz Wulz im Gespräch mit Moderator Paul Buchacher. Wulz, der früher selbst beruflich für die Polizei tätig war, ärgert zuweilen an Krimiserien, dass die Recherchen der DrehbuchautorInnen „die Arbeit der Polizei so schlecht“ darstellen, „dass weder die Dienstgrade noch die Art der Handlung der Polizisten korrekt“ gebracht werden. Das Publikum glaube, dass wenn der/die Ermittelnde „mit dem Handy einen DNA-Strichcode fotografiert“, er / sie „in drei Minuten die Rückmeldung“ bekommt. „Ich ärgere mich deswegen darüber, weil das die Kunden dann von uns erwarten“, schildert Wulz. „Die glauben, dass wenn wir ein Bild von jemandem haben, wir innerhalb von drei Minuten wissen, wer die Person ist.“

Wie wichtig Fingerspitzengefühl für die Web- und Social-Media-Auftritte von „Campus Securities“ ist und ob es eine Art von Versicherung für den Fall gibt, dass bei einem Sicherheitseinsatz Fehler passieren, ist ebenfalls in „Start me up“ zu hören. – Außerdem: Der große Check – wie fit ist Radio NJOY 91.3-Redakteur Michel Mehle im Vergleich zu einem Polizeischüler?

Credit: Pixabay / Public Domain

Der Podcast zum Nachhören:

 


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