„Generationen-WG“ statt steigender Mieten

Written by on 3. November 2017

Durch die Plattform Airbnb werden Wiens Wohnungsmarkt derzeit 2.000 Wohnungen dauerhaft entzogen, zeigt eine Studie der Technischen Uni Wien. Für die VermieterInnen ist es ein lukratives Geschäft. Menschen mit geringen Einkommen, etwa Studierende und PensionistInnen, haben das Nachsehen. Ein soziales Startup aus Wien will diesen Menschen jetzt eine Alternative sein: Die Generationen-WG!

Weil ein gemeinnütziger Bauträger an einen privaten Investor verkauft wurde, droht Wien der Verlust von rund 3.000 Sozialwohnungen, berichtet die „Presse“. – Und das in einer Stadt, die teils ohnehin hohe Mieten aufweist und in der es in der Arbeitswelt schwieriger wird (der Konzern Siemens will etwa auch in Wien Stellen streichen). Die Mieten: Ein Thema, das immer wieder auch die Politik beschäftigt. Bei den aktuellen Regierungsgesprächen in Österreich ist übrigens auch Runtastic-Gründer Florian Gschwandtner in puncto Wirtschaftsfragen als Experte, der Inputs (Anregungen) geben soll, eingebunden (Gschwandtner war bereits in „Start me up“ zu Gast; Link: http://wien.njoyradio.at/angelegt-runtastic-mit-florian-gschwandtner/). – Und auch sie beide sind mit dem Thema „Miete“ befasst: Valentin, ein deutscher Student, und Frau Wondrak, eine Pensionistin. Beide leben in einer gemeinsamen Wohnung in Wiens drittem Bezirk. Steigende Mieten und Wohnungsnot haben die beiden zusammengebracht. Aber auch die Suche nach etwas Neuem – die Bereitschaft zu einem Abenteuer. Gefunden haben sich Valentin und Frau Wondrak über das Wiener Startup WGE!, das gemeinsam mit dem „Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser“ kooperiert und Alt und Jung in eine Wohngemeinschaft zusammenbringt.

Die Gründer, Lukas Hecke und Manuel Schuler, erzählen in „Start Me Up“, wie sie mit WGE! Wiens Wohnungsmarkt menschlicher machen wollen und wie man in Wien als soziales Startup erfolgreich wird. Zudem sprechen wir über das aktuelle Thema „Pflegeregress“ (Idee dahinter: Für die Pflege soll auf das Vermögen von Angehörigen von Pflegebedürftigen zurückgegriffen werden): Ab Jänner gehört der Pflegeregress der Vergangenheit an, nach wie sorgt das Thema aber bei vielen für Verunsicherung. Der Bund soll für die Kosten aufkommen, aber woher kommt das Geld? Außerdem sprechen wir mit Cornelia Rosenberger von der Nachfolgebörse der Wirtschaftskammer Wien darüber, wie man am besten NachfolgerInnen für sein Unternehmen findet. Dafür besucht unser Reporter Michel Mehle einen Verkäufer für Seidenblumen in Wien, Friedrich Koci, der sein Geschäft nach erfolgreicher Führung jetzt abgeben will.

Und: Expertin Kasia Greco spricht über die heißesten sozialen Startup-Projekte aus Wien! Tune in!                                              (Credit: Pixabay)

 


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