Internationaler Tag der Menschenrechte

Written by on 10. Dezember 2014

Heute ist Internationaler Tag der Menschenrechte. In vielen Ländern herrscht Krieg. Verfolgte werden in Österreich aufgenommen. Der Zugang zum Arbeitsmarkt ist limitiert. Während sie auf den Bescheid ihres Asylverfahrens warten, arbeiten sie oft unter sehr prekären Umständen.

Ein Asylverfahren dauert in Österreich oft Jahre. In dieser Zeit können Asylsuchende nichts tun als warten. Dabei wäre es auch für Österreich von Vorteil, wenn Asylwerbende das Recht auf uneingeschränkten Arbeitsmarktzugang bekommen. Viele Asylwerbende wie Mostafa Noori (am Foto) wollen nicht auf Spenden angewiesen sein, sondern regulär arbeiten und Steuern zahlen.

Durch den Bartenstein-Erlass vom Jahr 2004 ist es Asylsuchenden nicht möglich, uneingeschränkt am Arbeitsmarkt teilzunehmen. Um ihre Existenz und manchmal auch die ihrer Familie in Österreich zu sichern, sehen sich viele Asylwerber prekären Arbeitsverhältnissen ausgesetzt. Die sogenannte undokumentierte Arbeit bringt überwiegend Nachteile für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen: ein gefährliches Arbeitsumfeld, Lohndumping und -verweigerung machen Menschen ohne Arbeitspapiere das Leben schwer.

Was viele nicht wissen ist, dass sie auch ohne Papiere Rechte haben. Die Anlaufstelle UNDOK unterstützt Menschen ohne Arbeitsbewilligung dabei, ihre Rechte geltend zu machen – etwa ihren Lohn auf Rechtswegen einzufordern. Der Aufenthaltsstatus bzw. das Asylverfahren von Asylwerbenden wird laut UNDOK nicht davon beeinflusst.

  Der Beitrag von Stephanie Anko zum Nachhören:


NJOY Radio Wien 91.3fm

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