Lockdown: „Wir haben die Wahlmöglichkeit gar nicht“

Written by on 1. September 2020

Auf dem Europäischen Forum Alpbach haben WissenschafterInnen mit PolitikerInnen über eine Welt mit Corona diskutiert. Im Wissenschaftsradio hört ihr die spannendsten Köpfe der Technologiegespräche.

Komplexitätsforscher Stefan Thurner ist gerade einer der gefragtesten Wissenschafter in Österreich, wenn es um Maßnahmen zu Corona geht. Von seinem Institut stammt etwa die erste Corona-Ampel für Österreichs Bezirke. Auf eine zweite Welle fühlt er das Land trotzdem nicht genügend vorbereitet. „Ich vermisse eine Debatte über das elektronische Contact-Tracing (wie es etwa über die Stopp-Corona-App geht Anm. d. Red.).“ Die Schweizer hätten etwa eine App entwickelt und – was laut Thurner gleich wichtig ist – zwei Monate eine Debatte darüber im ganzen Land geführt. In Österreich sei die Diskussion versandet. Bei der Wahl zwischen einer verpflichtenden Nutzung der App auf Zeit und einem Lockdown, hätte die Schweiz die Möglichkeit eine Contact-Tracing-App einzuführen. Österreich bliebe nur noch der Lockdown.

Wie kann eine Gesellschaft bestmöglichst mit der derzeitigen Situation umgehen? Im Wissenschaftsradio präsentieren wir die spannendsten Köpfe der Alpbacher Technologiegespräche.

Außerdem: Jungwissenschafterin Regina Hemm hat den Poster-Award des Austrian Institute of Technology gewonnen. Im Podcast spricht sie über ein stabileres Stromnetz für Österreich, was den Haushalten auch noch Geld sparen könnte.

Foto: (c) Christine Knoll


NJOY Radio Wien 91.3fm

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