Mascha: „Sie haben definitiv mehr Angst vor uns“

Written by on 29. Oktober 2018

Mit ihrem Sigi-Maurer-Protestsong hat die Wiener Künstlerin Mascha einen viralen Hit gelandet. Der Song soll provozieren aber auch zum diskutieren anregen.

„Wir haben Angst vor Sigi-Maurer“ die ersten Zeilen des Sigi-Maurer-Songs stellen die Welt vermeintlich auf den Kopf. Nicht die Angegriffenen haben Angst, sondern die Angreifer, die anonymen Hassposter im Netz. 45.000 Views (Stand. 29.10.18) hat die Wiener Künstlerin Mascha nach einer Woche unter ihrem Video und viele Kommentare. Nicht alle beantwortet sie aber wo es geht, geht sie in den Diskurs.

[EDIT, 23.10.2018]Danke für die vielen lieben Nachrichten. Danke an alle Medien, die darüber berichten.I am not only NOT afraid. Ich habe auf euch gewartet.Reden wir über Sexismus. Männer und Frauen.Reden wir darüber, dass Hasspostings, Vergewaltigungs- und Morddrohungen ungestraft bleiben.Reden wir darüber, dass sich Menschen ändern können und sollten. Reden wir darüber, wie wir eine bessere Zukunft für eure Mütter, Schwestern und Töchter gestalten können.Aber reden wir bitte darüber, anstatt mich nur "hirngefickte Nutte" zu nennen. How about that?[21.10.2018]Weil ein paar Menschen gefragt haben: Ja, ich habe wirklich ein Sigi Maurer Lied geschrieben und yes, da hat sich einiges an Beobachtungen aufgestaut. Hier ist es in einer "Ich-bin-noch-nicht-ganz-gesund" Version, aber ihr habt recht, das Thema ist wichtig. So here it is. Bitte zu Ende hören, bevor in die Tasten gehaut wird. Ich hoffe außerdem, dass Männer, die sich auch nur mit ein paar Zeilen identifizieren können, es als Arschtritt sehen und ihre Einstellung hinterfragen. Wäre schön.

Gepostet von Mascha am Sonntag, 21. Oktober 2018

„Leute, die sexistisch sind werden durch dieses Lied entlarvt.“

„Ich glaube die beste Herangehensweise ist so viel wie möglich zurückzuspiegeln, von dem Verhalten, was von den Leuten kommt. Damit man ihnen eine Selbstreflexion entgegenbringt und sie darüber nachdenken, ob sie ihr Verhalten ein bisschen ändern könnten.“ Maschas Methode hatte Erfolg. „Viele hätten gar nicht erwartet, dass ich antworte. Aber hinter jeder Aussage steht ein Mensch und wenn wir versuchen möglichst Respektvoll mit diesen Menschen umzugehen, dann kann man zumindest die Leute mal aus einer Wut rausholen – und ich glaube, dass da sehr viel Wut vor sich hinbrodelt in den Sozialen Medien.“

Haus der Geschichte Österreich

Im zweiten Teil von #Vienna geht es um das „Haus der Geschichte Österreich“. Am 10. November wird es eröffnen. Nobelpreisträger Eric Kandel wird die Festrede halten; Musiker wie Kreisky und Ernst Molden werden bei der Eröffnung spielen. Allerdings scheint das Prestigeprojekt der zweiten Republik bereits ein Ablaufdatum zu haben. Bis 2020 ist die Finanzierung gesichert – darüber hinaus nicht. Was das mit unserer Interpretation von Geschichte zu tun hat und was passiert, wenn wir ihr keinen Wert beimessen – darüber sprechen wir mit Kuratorin Birgit Johler vom „Haus der Geschichte Österreich“.

Belle Fin – „Fremde soll man küssen“

Ein halbes Orchester hat Mitte Oktober das erste Album der Wiener Band „Belle Fin“ im Schauspielhaus präsentiert. Fabian Belle Fin und Robin Ullmann sind Geschichtenerzähler. Ihre Lieder handeln vom Reisen, von Unterweltlern, vom Abgrund und von der Leichtigkeit. In #Vienna sprechen wir über Verbrechen, die nicht loslassen, die Hoffnung wieder ganz zu werden und ihre Musik.


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