Mensch – Maschine

Written by on 31. Januar 2019

Selbstfahrende Autos, Autonome Paketzustellung, Operationsroboter,  Roboter in der Pflege, als Kundenbetreuer und in der Landwirtschaft, oder im Gottesdienst – Roboter kommen überall zum Einsatz. Grund genug einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.

BleesU-2 ist ein Segnungsroboter. Er war Teil eines digitalen Gottesdienstes in Hamburg. Dass er kein Priester-Ersatz sein kann, darüber waren sich die Gottesdienstbesucher einig. Es fehle ihm an sozialen Fähigkeiten und Emotion.

Videoquelle: 17:30 SAT.1 REGIONAL

In Bereichen wie der medizinischen Diagnostik oder der industriellen Fertigung kommen Maschinen den menschlichen Fähigkeiten jedoch bedenklich nahe oder übertrumpfen diese bereits. Künstliche Intelligenzen können zum Beispiel Brustkrebs oder Gehirntumore besser diagnostizieren als Menschen. Was der aktuelle Stand der Forschung ist, wie weit die Verschmelzung zwischen Mensch und Maschine im Rahmen des Transhumanismus eines Tages gehen könnte und welche Regulierungen und Grenzen es in diesem Bereich braucht, thematisiert Claudia Diwold in ihrem Beitrag zur Mensch-Maschinen-Interaktion:

 

 

Der Algorithmus bei dem man mit muss

Algorithmen sind allgegenwärtig. Wir bringen sie meist mit Computerprogrammen oder dem Internet in Verbindung. Soziale Netzwerke, Suchmaschinen und Online Werbung sind häufige Assoziationen. Die Verwendung scheint ein modernes Phänomen zu sein, doch wurden Algorithmen schon 5.000 Jahre vor dem Internet angewandt. Sie sind die Basis alltäglicher Handlungen und Lösungsfindungen – egal ob automatisiert oder mit Papier und Bleistift.

In vielen Branchen werden sie bereits unterstützend zur Entscheidungsfindung verwendet. Sie sind die Grundlage für maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz. Das AMS testet ab 2019 einen Algorithmus, der die Jobchancen Arbeitssuchender einschätzen soll. Kritiker befürchten darin eine Gefährdung sozial benachteiligter Gruppen. Man müsse die Objektivität der Programme hinterfragen, fordert Volksanwalt Günther Kräuter im Gespräch mit dem STANDARD. Auch die Polizei arbeitet bereits mit Algorithmen. Diese rechnen beim sogenannten Crime-Mapping das Einbruchsrisiko für bestimmte Wohngebiete zu bestimmten Zeiten aus, wovon die jeweilige Einsatzstärke vor Ort abgeleitet wird. Wo Algorithmen im Alltag sonst noch auftauchen, wie sie funktionieren und was sie mit Kochrezepten zu tun haben, hat Margit Körbel herausgefunden:

 

 

[Foto: Gudrun Lunacek]

„Ein Quantensprung der menschlichen Evolution“

Welche Rolle spielen Ethik und Moral in der Mensch-Maschinen-Interaktion? Wer trägt die Verantwortung?  Werden wir irgendwann unseren Einfluss auf selbstlernende Maschinen verlieren? Welche Rolle spielt die Religion? Welche die Philosophie? Gemeinsam mit Futurist Xerxes Voshmgir wirft Gudrun Lunacek im Studiogespräch einen Blick in die Zukunft:

 

 

 

Beitragsbild: © pixabay, Jonny Lindner – https://pixabay.com/de/roboter-frau-gesicht-weinen-3010309/


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