Neuschnee: Let it snow!

Written by on 14. November 2016

Wie kommt es, dass ein StartUp namens Neuschnee in der Nähe von Wien sitzt – einer Stadt, in der Schnee fast nie dauerhaft liegen bleibt? Kurz vor dem Start der Wintersaison gibt Neuschnee-Gründer Michael Bacher Antworten auf diese und andere spannende Fragen bei „Start me up“. Außerdem: Die ultimative Snow-Challenge – wer muss beim „Straf-Wachsen“ dafür „büßen“, dass er verloren hat?

Warum die Firma Neuschnee mit Sitz in Wiener Neudorf die weiße Pracht herstellt, hat mit der Geschichte des StartUps zu tun, so Michael Bacher. Die Technologie zur Schnee-Herstellung „entstand in der Kooperation von der Uni für Bodenkultur und der Technischen Uni Wien“, erzählt er. „Die damalige Fragestellung war, wie man Schnee so naturnahe wie möglich herstellen kann.“ Konkret wird dabei in einer Wolkenkammer der Neuschnee hergestellt. Ein feiner Nebel von Wassertropfen wird dort eingeblasen. Der Nebel wird dann mit Eispartikeln („Teilchen“) vermischt. Die „Eisteilchen“ ziehen den Wasserdampf magnetisch an. Auf diese Weise entstehen immer größere Eiskristalle – und letztlich Schnee.

Die aktuelle Testanlage zur Herstellung befindet sich in Obergurgl in Tirol. Das StartUp möchte künftig viele Skigebiete mit Neuschnee beliefern und arbeitet mit Hochdruck an der Umsetzung der ehrgeizigen Pläne. Bacher nimmt auch Stellung zur Frage, ob die Insolvenz der Schnee-Erlebniswelt Aspern für „Neuschnee“ ein potentielles Geschäftsfeld „weggeschmolzen“ hat. (Anm.: Eine andere Skipiste Wiens wird aber neu aufgestellt. Die Hohe-Wand-Wiese wird mit Skimatten ausgelegt, auf denen man ab Ende Dezember Skifahren und Snowboarden kann.) – Der Wintersport-Tourismus ist generell immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Der österreichische Alpenverein forderte heuer etwa schon, dass die Skigebiete nicht noch weiter ausgedehnt werden. Immer wieder in der Kritik sind auch die hohen Preise für Tagesskipässe. Die Skiregionen stehen unter Druck, den KundInnen perfekt präparierte, weiße Pisten zu bieten. „Meine Beobachtung ist, dass der Preis für die Schnee-Erzeugung noch keine Rolle spielt. Sprich: Es muss weiß sein. Koste es, was es wolle“, erläutert Bacher.

Was Michael Bacher zum aktuellen Ski-Weltcup und seinen Stars (Anm.: zwei Skistars, Eva-Maria Brem und Marcel Hirscher, wurden heuer zu den SportlerInnen des Jahres gewählt. Brem zog sich allerdings bei einem Trainingssturz eine so schwere Verletzung zu, dass sie die aktuelle Saison nicht bestreiten kann. Zudem wurde das im Oktober geplante Comeback von Anna Veith geborene Fenninger vorerst verschoben.) sowie zu den großen Jahres-Themen sagt, erfahren Sie bei „Start me up“. Beim Weltcup-Slalom im finnischen Levi hat Marcel Hirscher kürzlich die Goldmedaille geholt. – Außerdem in der Sendung: Redakteur Michel Mehle stellt sich einer ultimativen Challenge in der Wiener Firma „Ünique Skis“, die maßgefertigte Skier herstellt. Bei der Challenge geht es um das Wachsen von speziellen Skiern. Sollte Michel oder sein „Kontrahent“ verlieren, muss einer von beiden sich im wahrsten Sinn des Wortes schmerzlich von Haaren trennen, die per Waxing entfernt werden …

Der Podcast zum Nachhören:

Webtipp: Link zu „Ünique Skis“ – http://www.unique-skis.com/

Credit: Neuschnee


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