Reduce Inequality – Chancengleichheit stärken

Written by on 14. Januar 2021

Ungleichheiten reduzieren – das ist eines der 17 Sustainable Development Goals (SDGs), mit denen die Vereinten Nationen allen Menschen dieser Welt eine gute und faire Zukunft ermöglichen wollen. Die Radioserie „Reduce Inequalities – Chancengleichheit stärken“ beschäftigt sich mit Diskriminierung und ungleicher Behandlung. Die Sustainable Development Goals sind Teil eines globalen Plans der Vereinten Nationen, der nachhaltigen Frieden und Wohlstand ermöglichen soll, während er zugleich unsere Erde schützt. Dieser Plan wird unter dem Namen Agenda 2030 seit dem Jahr 2016 von allen Mitgliedsnationen verfolgt. Der Fokus liegt dabei auf den 17 SDGs  die garantieren sollen, dass unter anderem Ungleichheiten und Armut reduziert werden.

Bildungslücken im Homeschooling

Nicht mehr in die Schule gehen und einfach von Zuhause lernen – das erscheint auf ersten Blick ganz attraktiv. Während der Corona-Pandemie zeigte sich aber, dass das nicht für alle SchülerInnen funktioniert. Ungleichheiten und Bildunglücken vergrößern sich und manche Kinder bleiben dabei auf der Strecke. Als uns im Frühjahr 2020 der neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 auch Österreich erreichte, wusste niemand wie sich dieses Jahr noch entwickeln würde. Viele SchülerInnen haben zuhause weder die technischen Hilfsmittel, die für erfolgreiches Distance Learning nötig sind, noch die dringend notwendige Unterstützung durch ihre Eltern. Maximilian Ryba sprach für seine Recherche mit Susanne Wiesinger, ehemaliger Ombudsfrau im Bildungsministerium und bekannt durch ihre kontroversen Bücher, rund zum Thema Bildung. Ein Beitrag über fehlende Möglichkeiten und zurückgelassene SchülerInnen, Bildungsdefizite, die ausgeglichen werden müssen.

Schüler im Unterricht© Taylor Wilcox via Unsplash

Sexismus im Deutschrap

Knapp ein Fünftel der deutschen Raptexte sollen im vergangenen Jahr sexistische Begriffe enthalten haben, bestätigt eine Analyse des Wochenmagazins „der Spiegel“. Der Deutschrap ist eine Männerdomäne, denn rappende Frauen sind in den Charts nur selten sichtbar und haben mit Klischees zu kämpfen. “Der Spiegel“ untersuchte rund 30.000 Deutschrap-Songtexte der letzten 40 Jahre. Vor allem rund um die Jahrtausendwende ist ein klarer Trend sichtbar, die Häufigkeit sexistischer Begriffe in den Texten vervielfacht sich. Theo Reichenpfader hat mit dem Germanistik-Professor Dr. Daniel Rellstab von der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd und mit der Wiener Rapperin Alice D gesprochen, um die Frage zu beantworten ob Deutschrap ein Sexismus Problem hat und wie sich Szene über die Jahre entwickelt hat.

Rap Konzert© Jorge Jimenez via Pixabay

Obachlosigkeit in Wien

Österreich ist eines der wohlhabendsten Länder in Europa, dennoch waren laut Statistik Austria im Jahr 2017, mehr als 22.000 Menschen im Land obdachlos – mehr als die Hälfte davon in Wien. Während die Temperaturen sinken, frieren Frauen und Männer tagtäglich auf Wiens Straßen und Parkbänken. Die Obdachlosenzahlen steigen in der Hauptstadt dramatisch an, denn auf der Straße zu landen geht schneller als so manch einer glaubt. Ist man erstmal obdachlos, ist der Weg in die Normalität sehr schwierig. Ein Beitrag über Armut, Verzweiflung und wie es sich anfühlt, kein Dach über dem Kopf zu haben. Ronny Taferner berichtet aus Wiens Straßen und Parks.

© Leroy Skalstad via Pixabay

Blutspenden für Alle

Homosexuelle Männer dürfen in Österreich heiraten, Kinder adoptieren und eingetragene Partnerschaften eingehen. Diese Gleichberechtigung wurde über Jahrzehnte von LGBTQI-AktivistInnen erkämpft und die Gesetzesänderungen traten erst in den letzten Jahren in Kraft. Doch in anderen Bereichen ist diese Gleichberechtigung nicht gegeben – denn homosexuelle Männer konnten bis vor kurzem kein Blut spenden, falls sie Sex mit Männern hatten. Dabei war es völlig irrelevant wie lange der sexuelle Kontakt zurück liegt. Das wurde von vielen AktivistInnen als Diskriminierung gesehen, da nicht nur bei homosexuellen Männern das Risiko einer HIV-Infektion durch Geschlechtsverkehr besteht. Die Regelung wurde nun durch das rote Kreuz angepasst, dennoch werden homosexuelle Männer noch immer anders behandelt, als andere Menschen die Blut spenden wollen. Christina Huber berichtet.

Mann wird Blut abgenommen

© Ahmad Ardity via Pixabay

Frauen in Führungspositionen

Frauen werden auch noch im Jahr 2020 benachteiligt, vor allem im Berufsleben. Die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen sank zwar laut Bundeskanzleramt in den letzten Jahren, dennoch verdiente die Durchschnittsfrau, im Jahr 2018, rund 20 Prozent weniger als der Durchschnittsmann. Damit lag das Gender Pay Gap in Österreich rund fünf Prozent über dem Europadurchschnitt. Auch in den Führungspositionen sind Frauen benachteiligt, denn nur jedes dritte Unternehmen in Österreich wurde 2019 von einer Frau geleitet, unterstreicht die Wirtschaftskammer. Darüber hinaus gilt seit 2018 ein Gleichstellungsgesetz für börsennotierte Unternehmen in Österreich, die mindestens 30 Prozent ihres Aufsichtsrats mit Frauen besetzen müssen. 2020 wurde diese Zahl auf 40 Prozent angehoben. Luisa Gold berichtet über Frauen in Österreichs Chefetagen.

Frau arbeitet an Laptop© Firmbee via Pixabay

Header-Foto: © Billy Cedeno via Pixabay


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