Treffpunkt Arena Wien

Written by on 28. Juni 2017

Die meisten Wiener kennen die Arena Wien als Veranstaltungsort für Konzerte. Die bewegte Vergangenheit hinter der Entstehung kennen die Wenigsten. Im Sommer 1976 verwandelten Tausende einen Schlachthof in St. Marx in einen Treffpunkt für Jugendliche. Patrick Maurer ist der Frage nach der Vergangenheit, der Gegenwart und der Faszination Arena nachgegangen.

Mitte der 70er Jahre finden im leerstehenden Schlachthof St. Marx im Rahmen der Wiener Festwochen mehrere Theaterstücke statt. Was die Besucher nicht wissen: Nach den Vorführungen sollen die Gebäude abgerissen werden und einer Textilfabrik weichen. Da es im Wien der späten 70er Jahre keine Orte für Jugendkultur gibt, wird der Schlachthof aus Protest besetzt. Die Stadt Wien zeigt sich verständnisvoll und stellt nach Ende der Besetzung das benachbarte Areal zur Verfügung.

Heute ist die Arena als Veranstaltungsort für Konzerte bekannt, doch die Arena ist gemäß ihres Mottos „Entertainment and Confrontation“ mehr als reine Eventlocation. So werden beispielsweise in Spielpausen in den Räumen der Arena Deutschkurse angeboten, Solidaritäts-Veranstaltungen abgehalten oder gratis Konzerte im Arenabeisl veranstaltet. Aktionen wie diese sind vielleicht in der Öffentlichkeit nicht allzu bekannt, spiegeln aber den Spirit der Arena definitiv wieder. Das Gelände ist sieben Tage die Woche geöffnet – des Weiteren sei die preisgekrönte Multimedia-Reportage von Robert Ziffer-Teschenbruck 1 Tag in der Arena empfohlen.

 

Foto: © Patrick Maurer


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